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Zwei Städte, zwei Klubs, eine Sehnsucht: Europa

mandl-martin
19. Aug.
10 Min. Lesezeit

Celtic und der LASK sind heute Gegner. Ihre Geschichten könnten unterschiedlicher kaum sein. Und doch verbindet die beiden Vereine mehr, als ein Blick auf die Landkarte vermuten lässt.

Glasgow ist grün - oder nicht? Foto-Copyright: Phil Reid - Unsplash
Glasgow ist grün - oder nicht? Foto-Copyright: Phil Reid - Unsplash

In Glasgow ist Fußball kein Programmpunkt.

Er ist Teil der Stadt.

Man spürt ihn in den Straßen, in den Pubs, in den Farben, in den Gesängen. Und wenn Celtic im Celtic Park spielt, wird aus einem Stadion für ein paar Stunden ein eigener Kosmos.

Heute Abend kommt Linz.

Der LASK ist zu Gast.

Österreichischer Meister und Cupsieger der Saison 2025/26. Celtic ist schottischer Meister – zum 58. Mal. Es geht um den Einzug in die Ligaphase der Champions League. Das Hinspiel findet in Glasgow statt, das Rückspiel kommende Woche in Linz.

Aber während irgendwo auf dem Rasen die nächste Szene dieses Duells entsteht, lohnt sich ein Blick weg vom Spiel.

Denn Celtic und der LASK sind nicht nur zwei Fußballmannschaften.

Sie sind zwei Geschichten.

Zwei Städte.

Zwei Fußballkulturen.

Und zwei Vereine, die Europa nicht einfach als Ort betrachten, an den man irgendwann einmal reisen darf.

Europa ist Teil ihrer Identität.


Zuerst kommt die Stadt


Vielleicht ist das die erste Gemeinsamkeit.

Celtic gehört zu Glasgow.

Der LASK gehört zu Linz.

Natürlich ist das vereinfacht. Jeder große Klub hat Fans außerhalb seiner Stadt, jeder moderne Verein ist längst international. Aber bei beiden Vereinen ist diese Verbindung besonders stark.

Celtic entstand 1887 im East End von Glasgow.

Der Gründung lag dabei ein Gedanke zugrunde, der weit über Fußball hinausging: Der irische Maristenbruder Walfrid wollte mit einem Fußballverein Geld für arme Menschen und insbesondere für Kinder im East End sammeln.

Aus diesem sozialen Gedanken entwickelte sich einer der berühmtesten Fußballvereine der Welt.

Beim LASK ist die Geschichte eine andere.

Aber auch hier steht am Anfang keine internationale Marke.

Sondern Linz.

1908 wurde der Verein als Linzer Sport Klub gegründet, 1919 entstand der Name Linzer Athletik Sport Klub – LASK.

Der eine Klub entstand aus einer sozialen Idee in Glasgows East End.

Der andere wurde zum großen Fußballverein einer österreichischen Industriestadt.

Beide wurden größer als ihr Gründungsort. Aber nie unabhängig von ihm.


Glasgow hat Celtic. Linz hat den LASK.


Das klingt banal.

Ist es aber nicht.

Denn Städte erzählen ihre Geschichten auch über Fußball.

Glasgow hat zwei große Fußballwelten.

Celtic und Rangers.

Grün und Weiß gegen Blau.

Katholische und irische Traditionen auf der einen Seite, protestantisch-britische Traditionen auf der anderen.

Die Geschichte dieser Rivalität ist kompliziert, teilweise schmerzhaft und weit größer als 90 Minuten Fußball.

Aber Celtic hat dabei etwas geschaffen, das weit über das Derby hinausgeht:

eine eigene globale Gemeinschaft.

Die „Celtic Family“.

Und genau dieses Gefühl ist es, das man verstehen muss, wenn man einen Abend im Celtic Park verstehen will.


Dann ist da Linz


Linz erzählt eine andere Geschichte.

Eine Stadt an der Donau.

Industrie.

Hafen.

Stahl.

Arbeit.

Veränderung.

Und mitten darin ein Fußballverein, der selbst durch gewaltige Veränderungen gegangen ist.

Der LASK war einmal Österreichs große Überraschungsmannschaft.

1965 wurde er Meister und Cupsieger – als erstes Team außerhalb Wiens, dem das österreichische Double gelang.

Das war nicht irgendein Titel.

Es war ein Angriff auf die jahrzehntelange Wiener Dominanz.

Und plötzlich war Linz nicht mehr nur Industriestadt.

Linz war Fußballstadt.


1965: Als Linz Wien überholte


Man muss sich die damalige Fußballwelt vorstellen.

Rapid.

Austria.

Vienna.

Wien dominierte den österreichischen Fußball.

Und dann kam der LASK.

Eine Mannschaft aus Oberösterreich.

Am Ende stand das Double.

Meister.

Cupsieger.

Und in Linz brachen die Dämme.

Jahrzehnte später erinnerte sich Dolfi Blutsch, einer der damaligen LASK-Spieler, daran, dass die Tragweite des Erfolgs erst beim Meistertitel eine Woche nach dem Cupgewinn richtig spürbar wurde, als zehntausende Menschen die Mannschaft auf der Linzer Landstraße feierten.

Das ist der Moment, in dem aus einem Verein endgültig ein Teil der Stadt wird.


Zwei Jahre später schrieb Celtic europäische Geschichte


  1. 1967.

Lissabon.

Celtic gegen Inter Mailand.

Auf der einen Seite der italienische Spitzenklub mit seinem defensiven Catenaccio.

Auf der anderen Celtic.

Jock Stein.

Offensiver Fußball.

Mut.

Tempo.

Und eine Mannschaft, deren Spieler fast vollständig aus der unmittelbaren Umgebung Glasgows stammten.

Celtic gewann 2:1.

Die „Lisbon Lions“ waren geboren.

Und Celtic wurde als erster britischer Klub Europapokalsieger.

Zwei Jahre nach dem LASK-Double hatte auch Celtic seinen größten europäischen Moment.

  1. 1965.

  2. 1966.

Zwei Jahreszahlen.

Zwei Vereine.

Zwei historische Mannschaften.

Und beide Male ging es um etwas Größeres als einen Pokal.


Der LASK hatte sein eigenes Europa-Märchen


Natürlich kann man den LASK nicht mit Celtic gleichsetzen.

Das wäre absurd.

Celtic ist ein europäischer Traditionsriese.

Der LASK ist ein österreichischer Traditionsklub, der sich seinen Platz auf der internationalen Bühne immer wieder neu erarbeiten musste.

Aber gerade deshalb sind die europäischen Nächte der Linzer so besonders.

1985 kam Inter Mailand nach Linz.

18.500 Menschen im Linzer Stadion.

Auf der anderen Seite standen damalige italienische Weltmeister und Weltstars.

Bergomi.

Collovati.

Tardelli.

Altobelli.

Zenga.

Rummenigge.

Und dann schoss Hans Gröss den LASK zum 1:0.

Eine jener Nächte, die in einem Verein für immer weiterleben.

Das Rückspiel in Mailand gewann Inter 4:0.

Aber das war beinahe nebensächlich.

Denn der LASK hatte etwas geschafft, das Fußballfans lieben:

Er hatte für einen Abend die Welt auf den Kopf gestellt.


Europa ist für den LASK eine Erinnerung


Und zugleich ein Versprechen.

Manchester United.

Sporting Lissabon.

PSV Eindhoven.

AZ Alkmaar.

Liverpool.

Tottenham.

Inter.

Der LASK hat in den vergangenen Jahren immer wieder Gegner bekommen, die für einen österreichischen Klub normalerweise auf einer anderen Ebene liegen.

2019/20 erreichte der LASK sogar das Achtelfinale der Europa League und traf dort auf Manchester United. In der Gruppenphase hatte man unter anderem PSV und Sporting besiegt.

Das ist die moderne europäische Geschichte des Vereins.

Und jetzt steht Celtic vor ihm.


Celtic hat Europa längst im Stammbaum


Bei Celtic ist das Verhältnis zu Europa ein anderes.

Für Celtic ist Europa nicht nur eine Ansammlung großer Abende.

Es ist Teil der Vereins-DNA.

Lissabon 1967.

Die großen Europapokalnächte.

Die Reisen.

Die Gegner.

Die Stadien.

Die Geschichten, die Generationen weitergegeben werden.

Wenn Celtic-Fans über Europa sprechen, sprechen sie nicht nur über die Gegenwart.

Sie sprechen über ihre Großväter.

Über ihre Eltern.

Über 1967.

Über die Lisbon Lions.

Über Jock Stein.

Über eine Mannschaft, deren elf Spieler laut Celtic alle innerhalb von 30 Meilen um Celtic Park geboren wurden.

Das ist keine Statistik mehr. Das ist Mythologie.


Und genau hier treffen sich Celtic und LASK


Nicht auf dem Niveau.

Nicht bei den Titeln.

Nicht bei den finanziellen Möglichkeiten.

Sondern in einem anderen Punkt:

Beide wissen, wie sich ein europäischer Abend anfühlt, der größer wird als der Verein selbst.

Für Celtic ist das beinahe Routine.

Für den LASK ist es immer noch etwas Besonderes.

Aber der Mechanismus ist derselbe.

Ein Gegner kommt.

Die Stadt wartet.

Das Stadion wird voll.

Die Hymnen beginnen.

Und plötzlich geht es nicht mehr um die Bundesliga.

Nicht um die schottische Premiership.

Nicht um die österreichische Meisterschaft.

Sondern um Europa.


Celtic Park ist kein Stadion. Es ist eine Aussage.


Wer einmal Bilder aus dem Celtic Park gesehen hat, kennt die Dimension.

Aber Bilder erklären nicht alles.

Denn die Besonderheit liegt nicht nur in der Größe.

Sie liegt im Geräusch.

Celtic Park ist gebaut für Fußball.

Aber er funktioniert wie ein Theater.

Die Tribünen werden zur Bühne.

Die Fans werden zum Chor.

Und Celtic kommt nicht einfach aus der Kabine.

Die Mannschaft wird von einer Atmosphäre empfangen, die der Gegner ebenfalls spürt.

Für den LASK ist das heute die vielleicht größte neue Erfahrung dieses Duells.

Nicht der Name Celtic.

Nicht die Tabellen.

Nicht die Geschichte.

Der Ort.


Aber Linz kann auch laut sein


Das wird Celtic spätestens beim Rückspiel erfahren.

Am 25. August geht es in die Oberösterreich Arena.

Dann wird aus dem Auswärtsspiel ein Heimspiel.

Und aus der österreichischen Industriestadt wird für einen Abend Europas Bühne. Der LASK führt das Rückspiel offiziell für den 25. August in der Oberösterreich Arena.

Vielleicht ist das eine der schönsten Seiten solcher Duelle.

Der große Klub bringt seine Geschichte mit.

Der kleinere seine Hoffnung.

Und beide bringen ihre Stadt.


Zwei Farben, zwei Welten


Grün und Weiß.

Schwarz und Weiß.

Celtic und LASK.

Schon optisch könnte man kaum deutlicher unterscheiden.

Aber die Farben erzählen jeweils etwas über den Verein.

Bei Celtic sind Grün und Weiß längst Teil einer weltweiten Marke.

Bei LASK sind Schwarz und Weiß eng mit dem Bild der Athletiker verbunden.

Und dann steht plötzlich dieses schwarz-weiße Linz mitten in einem Meer aus Grün.

Das ist Fußball.

Eine Stadt trifft auf eine andere.

Ein Verein auf einen anderen.

Und für 180 Minuten entsteht eine neue Geschichte.


Der LASK ist dabei längst kein Touristenklub


Das ist vielleicht wichtig.

Der LASK kommt nicht nach Glasgow, um sich Celtic anzusehen.

Er kommt, weil er sich diesen Abend verdient hat.

Meister 2026.

Cupsieger 2026.

Zum ersten Mal seit 61 Jahren wieder Double-Sieger.

Und damit steht der LASK dort, wo er 1965 schon einmal stand:

ganz oben in Österreich.

Der Weg war allerdings lang.

Sehr lang.

Zwischen 1965 und heute liegen Abstiege, Aufstiege, finanzielle Probleme, ein Neustart und die Rückkehr in den Profifußball.

Der LASK ist nicht einfach wieder groß geworden.

Er musste wieder groß werden.


Das macht den heutigen Abend interessant


Denn Celtic ist der Favorit.

Das hat selbst LASK-Trainer Didi Kühbauer vor dem Duell betont.

Aber Favorit zu sein und weiterzukommen sind zwei verschiedene Dinge.

Der Fußball ist voll mit Abenden, an denen ein Verein plötzlich über sich hinauswächst.

Der LASK kennt solche Abende.

Inter Mailand 1985.

PSV 2019.

Sporting 2019.

Manchester United.

Liverpool.

Und heute:

Celtic.


Vielleicht braucht es gar kein Wunder


Das Wort „Wunder“ wird im Fußball viel zu schnell verwendet.

Der LASK muss kein Wunder vollbringen.

Er muss zwei gute Spiele machen.

Laufen.

Verteidigen.

Mutig sein.

Chancen nutzen.

Und darauf hoffen, dass Celtic irgendwann nervös wird.

Das ist kein Märchen.

Das ist Fußball.


Und Celtic weiß genau, was auf dem Spiel steht


Denn auch für die Schotten ist dieser Abend nicht irgendein Qualifikationsspiel.

Celtic will zurück in die Champions League.

Nach dem überraschenden Aus gegen Kairat Almaty in der Qualifikation der vergangenen Saison ist der Druck in Glasgow groß. Die aktuelle Saison begann allerdings stark: Celtic gewann die ersten drei Pflichtspiele.

Der Klub will wieder dorthin, wo er sich selbst sieht.

Nach Europa.

In die Ligaphase.

Zu den großen Gegnern.

Zu den großen Abenden.

Und genau deshalb ist der LASK so wichtig.

Er steht zwischen Celtic und diesem Ziel.


Europa verändert die Maßstäbe


Das ist vielleicht das Faszinierende an diesem Wettbewerb.

In Österreich ist der LASK Meister.

In Schottland ist Celtic Meister.

Beide haben ihre Liga gewonnen.

Beide haben Anspruch auf Europa.

Aber sobald die Champions League beginnt, werden die Maßstäbe neu gesetzt.

Celtic ist plötzlich der große Klub.

LASK der Herausforderer.

Und das ist eine der Besonderheiten des europäischen Fußballs:

Größe ist relativ.


Heute ist Glasgow größer als Linz


Aber morgen kann Linz größer sein.

Nicht wirtschaftlich.

Nicht historisch.

Nicht international.

Sondern für einen Abend.

Denn wenn Celtic in die Oberösterreich Arena kommt, wird die Stadt nicht Gastgeber eines großen Klubs sein wollen.

Sie wird Gastgeber eines Spiels sein wollen, das sie selbst gewinnt.


Der Fußball kennt keine geraden Linien


Auch das verbindet die beiden Vereine.

Celtic hatte seine Krisen.

Der LASK hatte seine Abstürze.

Beide kennen die Erfahrung, dass Größe nicht automatisch Erfolg bedeutet.

Celtic musste nach dem großen europäischen Triumph von 1967 Jahrzehnte warten, ehe wieder eine internationale Generation entstand, die dauerhaft für Schlagzeilen sorgte.

Der LASK musste nach dem Double von 1965 sogar noch viel länger auf den nächsten Meistertitel warten.

61 Jahre.

2026 war es wieder so weit.


Manchmal muss man lange warten


Das ist vielleicht die wichtigste Gemeinsamkeit.

Fußballfans leben nicht in Jahrzehnten.

Sie leben in Spielen.

In einer Saison.

In einem Derby.

In einem Europacupabend.

Aber Vereine leben länger.

Celtic lebt mit 1967.

LASK lebt mit 1965.

Und beide wissen:

Es kann Jahrzehnte dauern, bis ein Moment wiederkommt.

Deshalb werden solche Momente so groß.


Heute Abend schreibt niemand die Geschichte allein


Nicht Celtic.

Nicht LASK.

Nicht die Spieler.

Nicht die Trainer.

Auch die Fans schreiben sie.

Die Celtic-Fans bringen ihre Geschichte mit ins Stadion.

Die LASK-Fans ihre.

Und irgendwo zwischen Glasgow und Linz entsteht eine neue Erinnerung.

Vielleicht wird sie in zehn Jahren noch erzählt.

Vielleicht nicht.

Vielleicht ist es eine große Celtic-Nacht.

Vielleicht eine LASK-Nacht.

Vielleicht wird das Spiel völlig anders, als alle erwarten.

Das Schöne daran:

Wir wissen es nicht.


Aber wir wissen, warum es wichtig ist


Weil zwei Meister aufeinandertreffen.

Weil zwei Traditionsklubs aufeinandertreffen.

Weil zwei Städte aufeinandertreffen.

Weil beide wissen, was Europa mit einem Verein machen kann.

Und weil Champions-League-Fußball manchmal genau dort am schönsten ist, wo zwei Geschichten aufeinandertreffen, die eigentlich gar nichts miteinander zu tun haben.


Celtic hat Lissabon. Der LASK hat Linz.


Celtic hat die Lisbon Lions.

Der LASK hat seine 65er.

Celtic hat Jock Stein.

Der LASK hat seine Double-Helden.

Celtic hat die Nächte im Parkhead.

Der LASK hat die Nacht gegen Inter.

Celtic hat seine globale „Celtic Family“.

Der LASK hat eine Stadt, die nach 61 Jahren wieder Meister geworden ist.

Und jetzt haben beide etwas gemeinsam:

Sie wollen in die Champions League.


Vielleicht ist das die schönste Geschichte dieses Spiels


Nicht David gegen Goliath.

Nicht Österreich gegen Schottland.

Nicht Favorit gegen Außenseiter.

Sondern:

Glasgow gegen Linz.

Zwei Städte.

Zwei Vereine.

Zwei völlig unterschiedliche Fußballgeschichten.

Und dieselbe Sehnsucht.

Nach Europa.


Während irgendwo gerade gespielt wird


Vielleicht fällt gerade ein Tor.

Vielleicht singt Celtic Park.

Vielleicht ist der LASK unter Druck.

Vielleicht führt der LASK.

Vielleicht ist alles noch offen.

Für diese Geschichte spielt das keine Rolle.

Denn das Ergebnis wird diesen Abend entscheiden.

Aber es wird nicht entscheiden, was Celtic und LASK sind.

Celtic bleibt Celtic.

Der LASK bleibt der LASK.

Und beide tragen ihre Geschichte weiter.


Europa wartet nicht auf große Namen


Es wartet auf Mannschaften, die sich ihren Platz nehmen.

Celtic kennt das.

Der LASK kennt das.

1967 nahm Celtic sich seinen Platz.

1965 nahm der LASK sich seinen Platz in Österreich.

1985 nahm sich der LASK einen Abend gegen Inter.

2019 nahm er sich Europa.

2026 steht er wieder dort.

Vor einem Klub, dessen Geschichte zu den größten des europäischen Fußballs gehört.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum dieser Abend so interessant ist.

Weil der LASK nicht nach Glasgow gekommen ist, um Celtic kennenzulernen.

Er ist gekommen, um sich mit Celtic zu messen.


Zwei Städte, zwei Klubs, eine Sehnsucht


Am Ende wird einer weiterkommen.

Einer wird ausscheiden.

Das gehört zu diesem Wettbewerb.

Aber die Geschichte dieses Duells ist größer als die 180 Minuten.

Sie handelt von Städten.

Von Vereinen.

Von Generationen.

Von Menschen, die ihre Mannschaften nicht nur unterstützen, sondern ihre Geschichte weitertragen.

Celtic hat 1967 gezeigt, dass ein Klub aus Glasgow Europa erobern kann.

Der LASK hat 1965 gezeigt, dass Linz den österreichischen Fußball verändern kann.

Vielleicht ist heute kein neuer großer historischer Moment dabei.

Vielleicht aber doch.

Das weiß man im Fußball immer erst danach.

Und genau deshalb lieben wir ihn.

Denn wenn heute Abend in Glasgow die Lichter angehen, treffen nicht einfach elf gegen elf aufeinander.

Es treffen zwei Fußballgeschichten aufeinander.

Celtic gegen LASK.

Glasgow gegen Linz.

Und irgendwo dazwischen liegt Europa.

 
 
 

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